31. Juli 2010  
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11.01.2010 Kreismusikschule Parchim-Lübz
Pressemitteilung des Landkreises Parchim


Dieser Zoff geht jeden an

Gemeinsames Umwelt-Musical von Kreismusikschule und Förderschule Parchim im Mecklenburgischen Landestheater uraufgeführt

Volles Haus im Mecklenburgischen Landestheater Parchim: Die Premiere des Musicals „Zoff auf dem Abfallplatz“ hat am 9. Januar ein großes Publikum begeistert. Monate lang hatten Mädchen und Jungen sowie Pädagogen der Kreismusikschule Parchim-Lübz und der Schule zur individuellen Lebensbewältigung mit großer Begeisterung dieses Stück erarbeitet und dafür oft und engagiert geprobt. Die überaus gelungene Aufführung des pfiffig inszenierten Umweltthemas wurde mit reichlich Applaus und Jubelrufen bedacht.

Farbenfroh und fröhlich traten die kleinen Laienschauspieler auf die große Bühne.

Idylle auf dem Abfallplatz: Die kleinen Erdtierchen futtern sich gemächlich durch Gartenabfälle und lassen daraus wertvollen Humus werden. Doch plötzlich tauchen achtlos entsorgte Zivilisationsabfälle auf. Die blechernen Hüllen von Cola, Sprite und dem famosen Feingemüse aus den Dosen machen gemeinsam mit Plastikflaschen und einem Diesel-Kanister den Asseln und Würmern das Revier streitig. Die Eindringlinge zu verjagen, gelingt mit Hilfe der sonst zänkischen Raben gerade noch. Doch als ein Akku und Giftbehälter sich hier breit machen wollen, steht ein Desaster bevor – und damit richtig „Zoff auf dem Abfallplatz“.

Kurz vor dem Auftritt: Play-Station gegen Lampenfieber„Zoff auf dem Abfallplatz“ - unter diesem Titel haben fast 70 Mädchen und Jungen sowie ihre Lehrer der Kreismusikschule Parchim-Lübz und der Schule zur individuellen Lebensbewältigung Am Alten Hafen das Umweltthema gekonnt auf die Bühne gebracht. „Wir haben fast ein Jahr daran gearbeitet. Es ist faszinierend, wie die Begeisterung für dieses gemeinsame Vorhaben alle angesteckt und zusammengeführt hat. Berührungsängste hat es nicht gegeben. Dafür jede Menge Spaß und ein überaus großes Engagement beider Schulkollegien“, freut sich Bernd Jagutzki. Der Musikschulleiter war in einem Gespräch mit seiner Kollegin Marlies Nickel, von der Förderschule mit Schwerpunkt geistige Entwicklung, auf die Idee gekommen, ein solches Projekt auf die Beine zu stellen. Schnell war die Vorlage von Autor Christoph Kämmerer gefunden, auf die speziellen Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen mit Handicap umgeschrieben sowie mit selbst komponierten Titeln und eigenen Tänzen ergänzt.

„Das lief wirklich Hand in Hand“, kann der Regie führende Jagutzki resümieren. Gabriele Katzer (Tanzpädagogin an der Kreismusikschule) und Dietlind Schmidt (Lehrerin an der Förderschule) übernahmen beispielsweise die Tanzchoreographie.

„Die Schüler haben diese zusätzliche Herausforderung gemeistert. Sie sind mit ihren Aufgaben gewachsen“, schätzt Dietlind Schmidt ein. Einige ihren Elevinnen tanzen seit mehreren Jahren im Neigungsunterricht und kennen bestimmte Bewegungsabläufe. Diese haben sie nun gekonnt eingesetzt – wie alle Akteure in zauberhaften wie farbenfrohen Kostümen. Die insgesamt große und überaus anerkennenswerte Leistungen von Aktiven und Helfern honorierte das Publikum mit begeistertem Applaus.

Komplimente und viel Applaus gab es für eine gelungene Aufführung.

Rufe nach Zugaben wurden laut. Diese sind nicht ausgeschlossen, meint Bernd Jagutzki. „Wir suchen durchaus nach Möglichkeiten, das Stück erneut aufzuführen.“ Bei der aktuellen Thematik und der großen Spielfreude der Kinder und Jugendlichen ist das durchaus ein guter Plan. Fürs Erste dürfen die Musical-Macher zufrieden sein. „Ich bin sehr froh über den gelungenen Verlauf der Vorstellung und die große Resonanz, die wir gefunden haben“, sagte Anett Pradel, stellvertretende Leiterin der Förderschule, nachdem der Vorhang gefallen war.

     

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