11.01.2010 Kreismusikschule Parchim-Lübz
Pressemitteilung des Landkreises Parchim
Dieser Zoff geht jeden an
Gemeinsames Umwelt-Musical von Kreismusikschule und Förderschule Parchim im
Mecklenburgischen Landestheater uraufgeführt
Volles Haus im Mecklenburgischen Landestheater Parchim: Die Premiere des
Musicals „Zoff auf dem Abfallplatz“ hat am 9. Januar ein großes Publikum
begeistert. Monate lang hatten Mädchen und Jungen sowie Pädagogen der
Kreismusikschule Parchim-Lübz und der Schule zur individuellen Lebensbewältigung
mit großer Begeisterung dieses Stück erarbeitet und dafür oft und engagiert
geprobt. Die überaus gelungene Aufführung des pfiffig inszenierten Umweltthemas
wurde mit reichlich Applaus und Jubelrufen bedacht.

Idylle auf dem Abfallplatz: Die kleinen Erdtierchen futtern sich gemächlich
durch Gartenabfälle und lassen daraus wertvollen Humus werden. Doch plötzlich
tauchen achtlos entsorgte Zivilisationsabfälle auf. Die blechernen Hüllen von
Cola, Sprite und dem famosen Feingemüse aus den Dosen machen gemeinsam mit
Plastikflaschen und einem Diesel-Kanister den Asseln und Würmern das Revier
streitig. Die Eindringlinge zu verjagen, gelingt mit Hilfe der sonst zänkischen
Raben gerade noch. Doch als ein Akku und Giftbehälter sich hier breit machen
wollen, steht ein Desaster bevor – und damit richtig „Zoff auf dem Abfallplatz“.
„Zoff
auf dem Abfallplatz“ - unter diesem Titel haben fast 70 Mädchen und Jungen sowie
ihre Lehrer der Kreismusikschule Parchim-Lübz und der Schule zur individuellen
Lebensbewältigung Am Alten Hafen das Umweltthema gekonnt auf die Bühne gebracht.
„Wir haben fast ein Jahr daran gearbeitet. Es ist faszinierend, wie die
Begeisterung für dieses gemeinsame Vorhaben alle angesteckt und zusammengeführt
hat. Berührungsängste hat es nicht gegeben. Dafür jede Menge Spaß und ein
überaus großes Engagement beider Schulkollegien“, freut sich Bernd Jagutzki. Der
Musikschulleiter war in einem Gespräch mit seiner Kollegin Marlies Nickel, von
der Förderschule mit Schwerpunkt geistige Entwicklung, auf die Idee gekommen,
ein solches Projekt auf die Beine zu stellen. Schnell war die Vorlage von Autor
Christoph Kämmerer gefunden, auf die speziellen Bedürfnisse von Kindern und
Jugendlichen mit Handicap umgeschrieben sowie mit selbst komponierten Titeln und
eigenen Tänzen ergänzt.
„Das lief wirklich Hand in Hand“, kann der Regie führende Jagutzki
resümieren. Gabriele Katzer (Tanzpädagogin an der Kreismusikschule) und Dietlind
Schmidt (Lehrerin an der Förderschule) übernahmen beispielsweise die
Tanzchoreographie.
„Die Schüler haben diese zusätzliche Herausforderung gemeistert. Sie sind mit
ihren Aufgaben gewachsen“, schätzt Dietlind Schmidt ein. Einige ihren Elevinnen
tanzen seit mehreren Jahren im Neigungsunterricht und kennen bestimmte
Bewegungsabläufe. Diese haben sie nun gekonnt eingesetzt – wie alle Akteure in
zauberhaften wie farbenfrohen Kostümen. Die insgesamt große und überaus
anerkennenswerte Leistungen von Aktiven und Helfern honorierte das Publikum mit
begeistertem Applaus.

Rufe nach Zugaben wurden laut. Diese sind nicht ausgeschlossen, meint Bernd
Jagutzki. „Wir suchen durchaus nach Möglichkeiten, das Stück erneut
aufzuführen.“ Bei der aktuellen Thematik und der großen Spielfreude der Kinder
und Jugendlichen ist das durchaus ein guter Plan. Fürs Erste dürfen die
Musical-Macher zufrieden sein. „Ich bin sehr froh über den gelungenen Verlauf
der Vorstellung und die große Resonanz, die wir gefunden haben“, sagte Anett
Pradel, stellvertretende Leiterin der Förderschule, nachdem der Vorhang gefallen
war.
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