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2009-05-05 Drei Landräte eröffneten Elbe-Müritz Rundweg in Pampin
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Am 5. Mai wurde in Pampin im südlichsten Zipfel des Landkreises Parchim an
der Grenze zu Brandenburg im Beisein von aus allen Richtungen kommenden
Radfahrern und zahlreichen Gästen der neue Radweg eröffnet.

Pünktlich zum Beginn der Fahrrad-Saison 2009 entstand durch die Initiativen
der drei Partner-Landkreise Müritz, Prignitz und Parchim ein einzigartiger 414
km langer Rundkurs. Er führt im Süden von Quitzöbel über Wittenberge bis Lenzen
die Elbe entlang, erreicht dann über Parchim, Lübz, Plau kommend in Sommerstorf
den nördlichsten Punkt, führt dabei am Plauer See, Fleesensee und Müritz entlang
und erreicht über Waren (Müritz), Röbel/Müritz und Pritzwalk und Bad Wilsnack
wieder die Elbe.
In ihren Ansprachen brachten die Landräte Bettina Paetsch (Müritz), Hans
Lange (Prignitz) und Klaus-Jürgen Iredi (Parchim) Freude und Stolz über das
bisher Erreichte zum Ausdruck, betonten jedoch auch, dass es für die Belebung
des Projektes noch viel zu tun gäbe. Um aus dem neuen touristischen Angebot auch
wirtschaftliche Impulse zu erhalten, müssen die anliegenden Gemeinden in
Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Landkreis und den Landesregierungen in
Schwerin und Potsdam noch weitere Schritte gehen. Hier geht es nicht nur um den
eigentlichen Ausbau der Radwege, sondern auch um die Vorhaltung gastronomischer
und kultureller Angebote, sprich um die Entwicklung einer vollständigen
touristischen Infrastruktur entlang der Strecke.
Walter Mews, Referatsleiter Tourismus im Schweriner Ministerium für
Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, begrüßte das länderübergreifende Projekt, da
es von den Ausmaßen und der landschaftlichen Gegebenheiten gute Chancen habe,
innerhalb der bundesweiten Tourismuswirtschaft als "Natur- und Kulturraum"
wahrgenommen zu werden. Er ermutigte die angrenzenden Kommunen, sich mit
nachhaltigen Konzepten an der Entwicklung touristischer Angebote zu beteiligen.
Das Ministerium könnte bis zu 75 % der geplanten Investitionskosten übernehmen.
Letzten Endes gehe es darum, Arbeit in die Region zu bringen und eine weitere
Abwanderung zu verhindern. Als Beispiele nannte er Bett&Bike Angebote im
Beherbergungsgewerbe, die auf die Unterbringung von Radwanderern abgestimmt
sind, aber auch kulturelle Angebote, Sehenswürdigkeiten, Rastplätze und
Aussichtspunkte.
Prof. Dr. Vogt, der die Veranstaltung im Kulturforum Pampin als Hausherr
begleitete, nutzte das Forum, um die Region Ruhner Berge, die sowohl auf
mecklenburgischem als auch auf brandenburgischem Boden liegt, ins Licht zu
rücken. Der Gedanke der Vernetzung der Potenziale auf beiden Seiten fand offene
Ohren bei Walter Mews, der als Beispiel für länderübergreifende
Tourismusprojekte zwischen Brandenburg und Mecklenburg das „Blaue Band“ im
Wassertourismus benannte, das von beiden Ländern erfolgreich gefördert und
begleitet wird.
Auf Vorschlag von Prof. Dr. Vogt sollen in den nächsten Jahren Skulpturen,
die Künstler auf dem Gelände in Pampin erstellen, die Wegstrecke markant und
unverwechselbar verzieren. Das würde dem Elbe-Müritz Rundweg einen zusätzlichen
kulturellen Aspekt verleihen. Der Start ist in der Stadt Parchim gelungen, denn
hier wurden im April bereits Skulpturen errichtet.
Durch den Landkreis Parchim wird die Beschilderung und die Aufstellung von
Informationstafeln in der Region organisiert und finanziert. Der noch
erforderliche Wegeausbau wird in Abstimmung mit den Ämtern/Gemeinden geplant.
Schwerpunkt bilden dabei der Abschnitt am Westufer des Plauer Sees mit 9 km und
2,37 Mio Euro Gesamtinvestitionskosten und ein Wegebauabschnitt in den Ruhner
Bergen von ca. 5 km Länge mit ca. 850.000 Euro.
Vorerst informiert ein Flyer interessierte Radler über den Verlauf des
Radweges.
Ab Sommer wird es dann eigens eine Karte im Maßstab 1: 50 000 für den
Elbe-Müritz Rundweg geben, deren Herausgeber der Publicpress Verlag ist.
Unter www.elbe-müritz-rundweg.de
findet man erste Informationen und den genauen Routenverlauf.
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