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28.04.2007
6. Leistungspflügerwettbewerb in Klein Niendorf
Der Landkreis Parchim war am 28. April Ausrichter des 6. Leistungspflügens in Westmecklenburg, an dem die besten Pflüger der Landkreise Nordwestmecklenburg, Ludwigslust und Parchim teilnahmen - acht Landwirte und sieben Auszubildende.

Die Agrargenossenschaft Rom stellte dazu die Flächen zur Verfügung. Jeder Landkreis konnte bis zu sechs Teilnehmer entsenden, die sich in den Kategorien Beetpflügen und Drehpflügen messen sollten. Kriterien waren unter anderem die genaue Einstellung
der Pflugscharen, die Einhaltung der vorgeschriebenen Pflugtiefe sowie die Geradlinigkeit der Furchen.
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Parchims Landrat Klaus-Jürgen Iredi als Schirmherr eröffnete nach einem Auftritt der Parchimer Jagdhornbläsergruppe den Wettbewerb.
Er zeigte sich erfreut, dass die Veranstaltung auf so große Resonanz bei der Bevölkerung stieß. Klaus-Jürgen Iredi konnte als
Gäste die Vizepräsidentin des Landesbauernverbandes, Roswitha Boy, und den Abteilungsleiter Agrarstruktur im Landwirtschaftsministerium MV, Dr. Jürgen Buchwald, begrüßen.
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Er freute sich zu sehen, "was die Teilnehmer als Landwirte leisten und wie
sie mit der Technik umgehen", denn das Leistungspflügen stelle ein Aushängeschild für den Berufsstand der Landwirte und die Region dar.
Dr. Lutz Reinhardt, Chef des Kreisbauernverbandes Parchim, würdigte die Einsatzbereitschaft der Pflüger:
"Es geht um eine akribische Arbeit, das gebietet Achtung und Anerkennung!". Angesichts der vielen jungen Pflüger sagte er: "Wir können optimistisch in die Zukunft blicken". Diesen Aspekt betonte auch Dr. Buchwald: "Die Teilnahme
der Auszubildenden zeigt, mit welcher Genauigkeit die Ausbildung in der Landwirtschaft betrieben wird". Er sah den Wettbewerb als Anreiz, noch stärker auf die Qualität beim Pflügen zu achten.
Punkt 10 Uhr startete Hauptschiedsrichter Dr. Willi Ring mit Erheben einer grünen Fahne den Wettbewerb. Hinter den Traktoren waren Vier- bis Siebenscharpflüge gespannt, die 24 Zentimeter (mit einer Plusminusdifferenz von 2 Zentimetern) tief den Boden
wenden sollten, was die Schiedsrichter penibel mit Messband und Zollstock kontrollierten.
| Auch die Wettbewerbsteilnehmer untersuchten ihre ersten Furche eingehend, um festzustellen, ob sie die Vorgabe einhielten.
Am Drehpflügen beteiligten sich vier
Pflüger. Mit dem Drehpflug wird in der Furche hin und zurück gepflügt.
Die Schwierigkeit hierbei ist der auszupflügende Keil. Am Ende muss der Pflüger dort ankommen, wo er gestartet ist. Deshalb muss von jedem genau festgelegt werden, wo er beginnt,
damit es exakt aufging. |
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Beim Beetpflügen, zu dem elf Pflüger antraten, wird zuerst die Spaltfurche gezogen. Dabei muss der Boden ausgeräumt und durchschnitten sein. Die Furche muss gerade und gleichmäßig verlaufen. Nach dem Zusammenschlag folgen dann
drei oder vier Umgänge. Das Ziel des Pflügens ist es, ein gleichmäßiges gepflügtes Feld mit einem gut durchmischten Boden zu erhalten, damit die spätere Bearbeitung auf ebenem Acker erfolgen kann. Das war angesichts des ausgetrockneten Bodens keine
leichte Aufgabe.
| Während die Pflüger mit ihren Traktoren Furche um Furche zogen, wurde den Besucher der Veranstaltung ein abwechslungsvolles Rahmenprogramm geboten: Ausstellung zu landwirtschaftlichen Themen, eine Oldtimerausstellung, ein umfangreicher Bauernmarkt und
natürlich Essen und Trinken. Das Schaupflügen mit Technik aus vergangenen Zeiten sowohl mit Vierbeinern als auch mit alten Traktoren stieß auf reges Interesse. |
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Die Ergebnisse des 6. Leistungspflügens: Sieger bei den Lehrlingen wurde Sven Michaels aus Glaisin (Landkreis Ludwigslust). Im Beetpflügen gewann Sven Thanheiser aus Lübesse (Landkreis Ludwigslust). Platz 1 beim Drehpflügen belegte Detlev Niemann aus
Stralendorf (Landkreis Nordwestmecklenburg), der mit dem Traktor Case 7220 und dem Oeverum-Sechsscharpflug pflügte.
Dr. Reinhardt dankte allen Teilnehmern, die sich optimal auf den Wettstreit vorbereitet hatten, und den Organisatoren, welche allen einen
schönen Tag bescherten.
(Text und Fotos W. Hennies)
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