27.04.2006
DRK-Kreisverband Parchim zog Bilanz
Auf seiner Kreisversammlung zog am 27. April der DRK-Kreisverband Parchim Bilanz über das Wirtschaftsjahr 2005. Gäste der Veranstaltung waren der Präsident des DRK-Landesverbandes MV Werner Kuhn, der 2. Stellvertreter des Landrates Dr. Fritz-Detlev Witte und Vertreter des Partnerverbandes Bad Segeberg.

Kreisvorsitzende Gudrun Stein betonte, dass der DRK-Kreisverband Parchim ein solides mittelständiges Unternehmen ist, das gemeinnützig in einem ländlichen Umfeld agiert. Neben den wirtschaftlichen Geschäftsfeldern (ambulante und stationäre Pflege, Rettungsdienst, Jugend und Senioren) steht der Verein für die Verbreitung des humanistischen Völkerrechts, für Katastrophenhilfe und -schutz sowie für die Verbesserung der Gesundheits- und Sozialarbeit auf lokaler Ebene.
| Der Kreisverband hatte 2005 fast 3.500 Mitglieder. Er kann auf eine lange Tradition zurückblicken. In Parchim wurde vor 125 Jahren die erste Rot-Kreuz-Gruppe mit 31 Mitgliedern aus der Taufe gehoben. Die Parchimer DRK-Geschichte wird mit einer kleinen Ausstellung im Parchimer DRK-Gebäude an der Wallallee nachvollzogen.
Der Kreisverband zählte 333 hauptamtliche Mitarbeiter sowie 44 geringfügig Beschäftigte. |
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In der Ausbildung zur examinierten Altenpflegerin befanden sich drei Auszubildende. Neun Mitarbeiter waren als bezahlte Jahrespraktikanten in verschiedenen Bereichen tätig und konnten dadurch ihre berufliche Anerkennung erwerben.
In der Abteilung Rettungsdienst sind 80 Mitarbeiter beschäftigt, die 2184 Einsätze mit dem Krankentransportwagen leisteten. Das Notarzteinsatzfahrzeug rückte 2837 Mal und der Rettungstransportwagen 5162 Mal aus. Der Bereich Sekundärtransport wurde mit Beginn des Jahres 2006 in die DRK Parchim Intensivverlegungsdienst MV gGmbH als hundertprozentige Tochter des Kreisverbandes ausgegliedert.
Die Kindertagesstätten sind sehr gut ausgelastet. In der Sternberger Einrichtung mit 65 Kindern wurden im April 2006 die Fenster erneuert. Die Kita Banzkow wurde „Kneipp-Kita“. Das Kinder- und Jugendhilfezentrum Parchim ist mit dem Angebot der Hilfe zur Erziehung im April 2006 aus dem Gebäude in der Mühlenstraße ausgezogen und in die ehemalige Kinderklinik in der Fichtestraße eingezogen. Hier stehen mehr Einzelzimmer zur Verfügung. Die Wohnungen im betreuten Wohnen für Senioren sind komplett vermietet. Die Tagespflegeeinrichtungen in Parchim und Sternberg sind zum festen Bestandteil der Pflegeangebote für Senioren geworden, die Auslastung betrug hier 90 Prozent. Das Seniorenzentrum in Sternberg profitierte von seinem guten Gesamtkonzept. Die Angebote von Dauer-, Kurzzeit- und Tagespflege sowie Seniorenbüro, betreutem Wohnen, Fahrdienst und Großküche ermöglicht eine fast komplette Betreuung für Senioren.
Die Kreisvorsitzende resümierte: „Wir sehen uns strategisch gut bis sehr gut positioniert und sind in einigen Geschäftsbereichen Marktführer. Unser Ziel ist es, auch weiterhin ein verlässlicher und verbindlicher Partner der Kommunalpolitik sowie der Kostenträger zu bleiben. Der Kreisverband ist den Herausforderungen der Zukunft gewachsen und wird sich voller Leidenschaft in die Arbeit vor Ort einbringen.“ Gudrun Stein bedankte sich bei allen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern für ihr Engagement.
Kreisbereitschaftsleiter Andreas Karow stellte als Vertreter der Gemeinschaften die Bilanz der Bereitschaften, des Jugendrotkreuzes und der Wasserwacht dar. Die Bereitschaft besteht aus einem Betreuungszug mit einer Verpflegungsgruppe und einem Sanitätszug mit einer Wassergefahrengruppe. Die Züge sind in der Lage, für 150 Betroffene eine Notversorgung durchzuführen. Beim 1. Landestreffen aller Gemeinschaften in Stern Buchholz errang Parchim den 4. Platz. Im Jugendrotkreuz bestehen 20 Arbeitsgemeinschaften mit 180 Kindern. Beim Landeswettbewerb der jungen Sanitäter belegten Mannschaften aus dem Kreisverband die Plätze 1 bis 3. Im Jugendrotkreuz wurden beim Landestreffen der Gemeinschaften in den Stufen I und II jeweils 2. Plätze errungen. Am 17. September gab Wolfgang Westphal die Funktion des Kreisleiters Wasserwacht an Mike Stiehler weiter. Im Kreisverband sorgen 130 Schwimmlehrer dafür, dass die Kinder in Kursen das Schwimmen erlernen. Es wurden 6 Rettungsschwimmkurse mit 77 Bewerbern durchgeführt, von denen 70 bestanden. Beim Landeswettbewerb Rettungsschwimmen errang die Frauenmannschaft Platz 2, die Männer kamen auf Platz 3.
Werner Kuhn betonte in seinem Grußwort, dass das Deutsche Rote Kreuz eine hohe Reputation genießt. Der Kreisverband Parchim ist einer der leistungsstärksten im Land, was sich auch an den 6500 Blutspenden im Jahr zeige. Wichtig für den Tourismus ist, dass die Wasserwacht stark gemacht wird, hier sind in der Ausbildung „ganz exzellente Ergebnisse“ erreicht worden. In MV hat das DRK 60 000 Mitglieder, 4500 hauptamtlich Beschäftigte und 3500 ehrenamtlich Engagierte. Dr. Witte betonte, dass ohne das DRK im Landkreis die soziale Struktur von Hilfen nicht denkbar ist. Die Angebote des DRK erfassen das ganze Leben von der Kita bis zu den Senioren. Die Zusammenarbeit aus Sicht des Landkreises verläuft offen, sachlich und konstruktiv, es werden flexible, bedarfsgerechte Lösungen auf allen Feldern gefunden. Das DRK ist ein verlässlicher und solider Partner für den Landkreis. Dr. Witte dankte allen haupt- und ehrenamtlichen Kräften für ihr Engagement.
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