05.10.2009 Stabsstelle Regionalentwicklung informiert
Klimagipfel Westmecklenburg
am 13. / 14. Oktober 2009
Der Regionale Planungsverband Westmecklenburg arbeitet seit einiger Zeit
intensiv an dem Thema Klimawandel. Um Erkenntnisse über die Entwicklung der
klimatischen Bedingungen in der Region Westmecklenburg zu gewinnen, engagiert
sich der Planungsverband im EU-Projekt „BalticClimate“ und im MORO-Projekt
"Heranrücken" norddeutscher Regionen einschließlich der Metropolregion Hamburg.
Eine von schwedischen Wissenschaftlern im Rahmen von BalticClimate entwickelte
Klimaprojektion prognostiziert bis 2100 u.a. folgende Klimaänderungen:
- Jahresdurchschnittstemperatur erhöht sich um 3 – 5 °C
- Anzahl der „Eis- und Frosttage“ verringert sich deutlich
- Schneetage werden unwahrscheinlicher
- Sommertage und heiße Tage nehmen zu
- Winterniederschläge nehmen zu (um 40%), Sommerniederschläge nehmen ab (um
20 – 50%) bei konstant bleibender Jahresniederschlagsmenge
- Meeresspiegel steigt an (bis zu 50 cm)
- Zunahme von Extremwetterereignissen.
Diese Prognosen veranlassen die Regionalplaner, bereits jetzt
Anpassungsstrategien zu entwickeln, die bei unternehmerischen und kommunalen
Vorhaben von gravierender Bedeutung sein werden.
Auswirkungen des Klimawandels können hierbei Risiken darstellen, aber es
lassen sich durchaus auch Chancen für Wirtschaft, Landwirtschaft und Tourismus
ableiten.
Risiken erkennen heißt zum Beispiel bei Bauleitplanungen Flächen auszumachen,
die vom Anstieg des Meeres- oder auch Grundwasserspiegels betroffen sein werden.
Oder bereits jetzt Straßenbeläge einzusetzen, die höhere Temperaturen vertragen.
Oder Schulen, Krankenhäuser und andere öffentliche Einrichtungen verstärkt mit
Klimatechnik auszustatten.
Chancen erkennen bedeutet, auch Vorteile des Klimawandels zu sehen,
beispielsweise für Landwirte (mehrfache Ernten, längere Vegetationsperiode,
Anbau neuer Sorten bzw. nachwachsender Rohstoffe), für Tourismusanbieter
(stabilere Sommer bei vergleichsweise erträglichen Temperaturen) und für
Unternehmen (z. B. Forschung und Entwicklung neuer Technologien der Wasser- und
Energieversorgung). Hier sind Möglichkeiten auszumachen, wie ein
wirtschaftlicher Nutzen aus dem Klimawandel gezogen werden kann.
Daher richteten die Organisatoren des Regionalen Planungsverbandes die
Einladungen zum „1. Klimagipfel Westmecklenburg“ nicht nur an Experten, sondern
an Entscheider aus kommunalen Verwaltungen, aus Land- und Forstwirtschaft, aus
der Fischerei, der Energiewirtschaft, der Gesundheitswirtschaft und aus der
Tourismusbranche. Erkenntnisse aus den Workshops des Klimagipfels und aus der
internationalen Zusammenarbeit im „BalticClimate“-Projekt sollen Ende des
Jahres zur Weltklimakonferenz in Kopenhagen vorgestellt werden.
Einladung zum 1. Klimagipfel Westmecklenburg am 13. / 14. Oktober 2009 (pdf,
334 KB)
Kontakt:
Regionaler Planungsverband Westmecklenburg
Pampower Straße 50 a
19061 Schwerin
Ansprechpartner:
Frau Dr. Gabriele Hoffmann
Tel. 0385 58889-160
E-Mail:
gabriele.hoffmann@afrlwm.mv-regierung.de
Herr Paul Palmer
Tel. 0385 58889-164
E-Mail:
paul.palmer@afrlwm.mv-regierung.de
Fax 0385 58889-190
Internet:
www.westmecklenburg-schwerin.de
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