20.07.2009 Förderverein "Spot an" e.V.
Außerordentliche Sitzung des Vorstandes des Fördervereins „Spot an“ e.V. am
20.07.09
mit Landtagsabgeordneten, Mitgliedern des Kreistages, Vertretern der Stadt
und des Landkreises Parchim
„Bei mir läuft jeder offene Türen ein, wenn es um den Fortbestand als
eigenständiges Theater Parchim geht“, betont Karin Strenz auf einer
außenordentlichen Sitzung mit den Landtagsabgeordneten, zu der der Vorstand des
Fördervereins „Spot an“ e.V. am 20.07.09 geladen hatte.

Diesen Tenor vertraten auch alle anderen Gäste, die sich zahlreich im
Konferenzraum des Theaters versammelt hatten.
Der Entwurf des Finanzausgleichsgesetzes liegt zur Beschlussfassung vor und
wird nach der Sommerpause verhandelt werden. Danach sollen die finanziellen
Mittel ab 2010 nur noch über die Mehrspartentheater ausgereicht werden. Kleine
Theater sind aufgefordert, bis dahin entsprechende Kooperationen mit den großen
Häusern einzugehen oder mit ihnen zu fusionieren.
Dr. Fritz-Detlev Witte macht deutlich, dass damit einer Verhandlungsposition
auf Augenhöhe die Grundlage entzogen wird. Das besondere Profil der Bühne in
Parchim als Kinder- und Jugendtheater aber steht in seiner Bedeutung keineswegs
hinter anderen zurück. Wolfgang v. Rechenberg kritisiert, dass diese
Besonderheit im Gesetzesentwurf nicht berücksichtigt wird.
„Hier wird Großartiges geleistet“, bemerkt Stephan Bliemel, „Man könne Ein-
und Mehrspartentheater in ihrer Wichtigkeit nicht gegeneinander setzen. Sie
haben jeweils eine spezifische kulturpolitische Funktion für das Land
Mecklenburg-Vorpommern.“ Landrat Klaus-Jürgen Iredi ist sicher, dass diese
Aufgabe nicht vom Schweriner Theater übernommen werden könne. Eine Kooperation
zwischen eigenständigen Partnern aber hält er für vorstellbar.
Erziehung und Bildung im ländlichen Raum brauchen diese Spielstätte mit dem
großartigen Engagement der Schauspieler und Mitarbeiter des Parchimer Theaters,
darüber waren sich die Anwesenden einig. Die Mitglieder des Fördervereins „Spot
an“ e.V. wurden von den Gästen aufgefordert, in ihrem öffentlichkeitswirksamen
Einsatz nicht nachzulassen und weiterhin das Gespräch mit anderen
Theaterfördervereinen zu suchen. Bürgermeister Rolly mahnt, dass bis zur
Entscheidungsfindung nicht mehr viel Zeit sei.
Für die Mitglieder des Fördervereins „Spot an“ e.V. war es gut und wichtig zu
hören, dass ihr Einsatz nicht nur wohlwollend zur Kenntnis genommen wird,
sondern ausdrücklich die Unterstützung der anwesenden gewählten Vertreterinnen
und Vertreter unterschiedlicher Fraktionen findet.
Katrin Schulz
Stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins „Spot an“ e.V.
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