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10.12.2009
Große Lebensqualität für kleine Leute
Kreistag würdigt Engagement: Gemeinde Spornitz als kinder- und
jugendfreundliche Gemeinde 2009 ausgezeichnet
Die Gemeinde Spornitz ist die kinder- und jugendfreundlichste Gemeinde des
Landkreises Parchim im Jahr 2009. Bürgermeister Dieter Eckert nahm die
Auszeichnung während der Sitzung des Kreistages am 10. Dezember entgegen.
In Spornitz muss man sich um den Nachwuchs keine Sorgen machen. Fast ein
Drittel der 1456 Einwohner sind Kinder und Jugendliche, sagt Bürgermeister
Dieter Eckert stolz. Und das hat Gründe: Die Gemeinde verfügt über Kindergarten
und Jugendclub. Es gibt eine Schule im Ort und etliche Angebote, auf attraktive
Weise die Freizeit zu gestalten. Für junge Familien wurde in den zurückliegenden
Jahren günstiges Bauland ausgewiesen. Die ortsansässigen Firmen sorgen immer
wieder für ein gutes Angebot an Ausbildungsplätzen. „Das Wichtigste ist jedoch,
dass in unserer eine Generation da ist, die sich aktiv für das Gemeinwohl
einsetzt, die selbst anpackt, um ein großes Maß an Lebensqualität zu sichern.
Und das kommt natürlich auch den Kindern zugute.“
Zum
Beispiel im Kindergarten. 69 Betreuungsplätze gibt es hier. 60 davon sind
belegt, sagt Kita-Leiterin Monika Brümmer. Tendenz steigend. „Aufgrund der
großen Nachfrage haben wir in diesem Jahr den Krippenbereich ausgebaut.“ Schon
in den vergangenen Jahren wurde das Haus erweitert. Moderne Elektrik, neue
Zugänge, Sicherheitsverglasung – vieles konnte über Sachleistungen realisiert
werden. Firmen wie die Agrar-Produkte eG oder die Fensterbauer von MFT waren zur
Stelle, freut sich Dieter Eckert. Die freiwillige Feuerwehr sorgte für die
Ausstattung mit Rauchmeldern. Der Karnevalsverein hat einen Tanzspiegel zur
Verfügung gestellt – „eine tolle Sache“, freut sich Monika Brümmer. Der
Musikkindergarten könne so seinem Anliegen nach besonderer musischer Förderung
viel besser nachkommen. Aber auch die Eltern waren da: Sie sammelten Geld und
Materialien, um Räume zu renovieren und den riesigen Spielplatz noch schöner zu
gestalten. „Das Gemeinwesen funktioniert. Muss es auch“, sagt der Bürgermeister.
Seine Gemeinde ist bei der Verteilung von Geldern aus den Konjunkturpaketen leer
ausgegangen. Der Haushalt gibt nicht her, was dringend investiert werden muss.
Beispielsweise in die Modernisierung der Sanitärräume im Kindergarten. Mehr als
40.000 Euro wird das kosten, prophezeit Eckert.
Auch das Freizeitangebot kann sich sehen lassen. Im Sportverein kicken die
Jüngsten in der Pampers-Liga und in der E-Jugend. Die Jugendfeuerwehr unter
Leitung von Ronny Matthes-Langguth zählt 23 junge Brandschützer, die mit viel
Spaß z.B. auch den Laternenumzug der Kita-Kinder begleiten. Für gute Laune,
nicht nur in der Faschingszeit, sorgt der Karnevalsverein. Pastor Dirk Grambow
hat einen Kinderchor ins Leben gerufen und organisiert aktive Jugendarbeit. „In
unserem Jugendclub sind täglich rund zehn junge Leute da, am Wochenende sind es
bis zu 20, die hier ihre Interessen teilen“, sagt Dieter Eckert. Er selbst teilt
auch Interessen. Zum Beispiel das an nostalgischen Fahrzeugen. Zwölf Jungen
besuchen mit ihm als Arbeitsgemeinschaft „Junge Techniker“ Firmen in der
Umgebung, machen sich mit alter Landtechnik vertraut oder überholen alte
Motoren.
„Die Infrastruktur mit allem, was dazu gehört, stimmt einfach. Natürlich
profitieren wir auch von der Nähe zur Stadt Parchim. Das sind gute
Voraussetzungen, gerade auch an den Nachwuchs zu denken“, meint Eckert. Und der
darf sich auch einbringen: Jugendliche arbeiten in den Vorständen von Feuerwehr,
Karnevals- und Sportverein mit. „So wird Verantwortung weitergegeben, ein
Generationswechsel kann sich vollziehen“, schätzt Britta Gnadke,
Sachgebietsleiterin Jugend und Kultur bei der Kreisverwaltung, ein.
Um noch mehr Aufmerksamkeit auf die wichtige Arbeit mit jungen Menschen zu
lenken, soll es auch im Frühjahr 2010 wieder den jährlichen Erfahrungsaustausch
geben, auf dem sich Akteure aller Gemeinden, die sich dem Thema stellen wollen,
über ihre Aktivitäten austauschen können. Gastgeber werden dann die Spornitzer
sein. Die haben bereits konkrete Pläne, wofür sie das Preisgeld, welches die
Asklepios Klinik Parchim und die Volks- und Raiffeisenbank Parchim zur Verfügung
gestellt haben, verwendet wird: Das Umfeld des Spielplatzes soll weiter
gestaltet werden. Und dann, so Bürgermeister Eckert, wäre da ja auch noch die
Sanierung der Kita-Waschräume, für die er beim traditionellen Spornitzer
Neujahrsempfang um Unterstützung bitten möchte ...
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