11. März 2010  
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10.12.2009


Große Lebensqualität für kleine Leute

Kreistag würdigt Engagement: Gemeinde Spornitz als kinder- und jugendfreundliche Gemeinde 2009 ausgezeichnet

Kreistagspräsidentin Gudrun Stein und Landrat Klaus-Jürgen Iredi (r.) gratulieren dem Bürgermeister der Gemeinde Spornitz, Dieter EckertDie Gemeinde Spornitz ist die kinder- und jugendfreundlichste Gemeinde des Landkreises Parchim im Jahr 2009. Bürgermeister Dieter Eckert nahm die Auszeichnung während der Sitzung des Kreistages am 10. Dezember entgegen.

In Spornitz muss man sich um den Nachwuchs keine Sorgen machen. Fast ein Drittel der 1456 Einwohner sind Kinder und Jugendliche, sagt Bürgermeister Dieter Eckert stolz. Und das hat Gründe: Die Gemeinde verfügt über Kindergarten und Jugendclub. Es gibt eine Schule im Ort und etliche Angebote, auf attraktive Weise die Freizeit zu gestalten. Für junge Familien wurde in den zurückliegenden Jahren günstiges Bauland ausgewiesen. Die ortsansässigen Firmen sorgen immer wieder für ein gutes Angebot an Ausbildungsplätzen. „Das Wichtigste ist jedoch, dass in unserer eine Generation da ist, die sich aktiv für das Gemeinwohl einsetzt, die selbst anpackt, um ein großes Maß an Lebensqualität zu sichern. Und das kommt natürlich auch den Kindern zugute.“

Kinder der Spornitzer KitaZum Beispiel im Kindergarten. 69 Betreuungsplätze gibt es hier. 60 davon sind belegt, sagt Kita-Leiterin Monika Brümmer. Tendenz steigend. „Aufgrund der großen Nachfrage haben wir in diesem Jahr den Krippenbereich ausgebaut.“ Schon in den vergangenen Jahren wurde das Haus erweitert. Moderne Elektrik, neue Zugänge, Sicherheitsverglasung – vieles konnte über Sachleistungen realisiert werden. Firmen wie die Agrar-Produkte eG oder die Fensterbauer von MFT waren zur Stelle, freut sich Dieter Eckert. Die freiwillige Feuerwehr sorgte für die Ausstattung mit Rauchmeldern. Der Karnevalsverein hat einen Tanzspiegel zur Verfügung gestellt – „eine tolle Sache“, freut sich Monika Brümmer. Der Musikkindergarten könne so seinem Anliegen nach besonderer musischer Förderung viel besser nachkommen. Aber auch die Eltern waren da: Sie sammelten Geld und Materialien, um Räume zu renovieren und den riesigen Spielplatz noch schöner zu gestalten. „Das Gemeinwesen funktioniert. Muss es auch“, sagt der Bürgermeister. Seine Gemeinde ist bei der Verteilung von Geldern aus den Konjunkturpaketen leer ausgegangen. Der Haushalt gibt nicht her, was dringend investiert werden muss. Beispielsweise in die Modernisierung der Sanitärräume im Kindergarten. Mehr als 40.000 Euro wird das kosten, prophezeit Eckert.

Auch das Freizeitangebot kann sich sehen lassen. Im Sportverein kicken die Jüngsten in der Pampers-Liga und in der E-Jugend. Die Jugendfeuerwehr unter Leitung von Ronny Matthes-Langguth zählt 23 junge Brandschützer, die mit viel Spaß z.B. auch den Laternenumzug der Kita-Kinder begleiten. Für gute Laune, nicht nur in der Faschingszeit, sorgt der Karnevalsverein. Pastor Dirk Grambow hat einen Kinderchor ins Leben gerufen und organisiert aktive Jugendarbeit. „In unserem Jugendclub sind täglich rund zehn junge Leute da, am Wochenende sind es bis zu 20, die hier ihre Interessen teilen“, sagt Dieter Eckert. Er selbst teilt auch Interessen. Zum Beispiel das an nostalgischen Fahrzeugen. Zwölf Jungen besuchen mit ihm als Arbeitsgemeinschaft „Junge Techniker“ Firmen in der Umgebung, machen sich mit alter Landtechnik vertraut oder überholen alte Motoren.

„Die Infrastruktur mit allem, was dazu gehört, stimmt einfach. Natürlich profitieren wir auch von der Nähe zur Stadt Parchim. Das sind gute Voraussetzungen, gerade auch an den Nachwuchs zu denken“, meint Eckert. Und der darf sich auch einbringen: Jugendliche arbeiten in den Vorständen von Feuerwehr, Karnevals- und Sportverein mit. „So wird Verantwortung weitergegeben, ein Generationswechsel kann sich vollziehen“, schätzt Britta Gnadke, Sachgebietsleiterin Jugend und Kultur bei der Kreisverwaltung, ein.

Um noch mehr Aufmerksamkeit auf die wichtige Arbeit mit jungen Menschen zu lenken, soll es auch im Frühjahr 2010 wieder den jährlichen Erfahrungsaustausch geben, auf dem sich Akteure aller Gemeinden, die sich dem Thema stellen wollen, über ihre Aktivitäten austauschen können. Gastgeber werden dann die Spornitzer sein. Die haben bereits konkrete Pläne, wofür sie das Preisgeld, welches die Asklepios Klinik Parchim und die Volks- und Raiffeisenbank Parchim zur Verfügung gestellt haben, verwendet wird: Das Umfeld des Spielplatzes soll weiter gestaltet werden. Und dann, so Bürgermeister Eckert, wäre da ja auch noch die Sanierung der Kita-Waschräume, für die er beim traditionellen Spornitzer Neujahrsempfang um Unterstützung bitten möchte ...

     

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