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03.02.2010 Amtsbereisung 2009 / 2010


Amtsbereisung Amt Parchimer Umland

Durch Landrat Klaus-Jürgen Iredi und den 2. Stellvertreter des Landrates Andreas Neumann wurden am 3. Februar im Amt Parchimer Umland die Amtsbereisungen im Landkreis Parchim fortgesetzt.

Auf Grund der komplizierten Straßenverhältnisse hatte man sich im Vorfeld geeinigt, auf eine Reise durch die Gemeinden des Amtes zu verzichten. So kamen die Bürgermeister von Groß Niendorf, Nils Hoffmann-Ritterbusch, von Domsühl, Heinz Ullmann, von Grebbin, Klaus-Dieter Möller, von Groß Godems, Uta Bossow und Lewitzrand, Wolfgang Hilpert, zur Gesprächsrunde nach Parchim in das Verwaltungsgebäude des Amtes Parchimer Umland und wurden hier vom Amtsvorsteher Werner Grandt und dem leitenden Verwaltungsbeamten Wolfgang Hinz begrüßt.

Als erster nahm Bürgermeister Hoffmann-Ritterbusch das Wort zur Situation der Gemeinde im Hinblick auf die Windkraftanlagen. Hier wurde Landrat Klaus-Jürgen Iredi in seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender des Regionalen Planungsverbandes Westmecklenburg um Stellungnahme gebeten. Die Gemeinde Groß Niendorf wurde in einem ersten regionalen Raumentwicklungsplan (RREP) als Windeignungsgebiet ausgewiesen, sieht sich jedoch inzwischen auf Grund geänderter Kriterien in einer anderen Situation. Die Gemeinde regt eine Festschreibung von Bestandsschutz für vorhandene Anlagen an, will jedoch bei der Fortschreibung des RREP nicht mehr weiter als Windenergieeignungsraum berücksichtigt werden.

Landrat Iredi sagte zu, die ihm mitgeteilte Auffassung der Gemeinde in der nächsten Sitzung des Regionalen Planungsverbandes zur Sprache zu bringen.

Angesprochen wurde auch die Finanzlage der Gemeinden, die Hoffmann-Ritterbusch u. a. mit dem stetigen Rückgang der Einwohnerzahlen begründete. Durch Abwanderung von Bürgern werden weniger Steuereinnahmen erzielt und die Gemeinde bekommt weniger Zuwendungen durch das Finanzausgleichsgesetz (FAG). Auch durch den Abbau von Kindertagesstätten und Schulen sowie Umsiedlung von Unternehmen wird die Anzahl der Arbeitsplätze gemindert. Herr Hoffmann-Ritterbusch stellte Landrat Iredi die Frage, wie man dem entgegenwirken kann.

Der Landrat ist der gleichen Ansicht wie der Bürgermeister von Groß Niendorf: „Um die Finanzlage nicht nur in den Gemeinden, sondern auch in Städten und Landkreisen zu verbessern, müssen Arbeitsplätze mit gut bezahlten Löhnen geschaffen werden.“, so Iredi. Die Bürgermeister der Gemeinden des Amtes Parchimer Umland sind sich einig, dass künftig nicht einmal die Pflichtaufgaben erfüllt werden können, wenn sich nicht etwas ändert.

Ein weiteres Diskussionsthema stellte die Schule in Domsühl dar. Hier gibt es durch die Umsetzung der Ganztagsschule einen erhöhten Platzbedarf. Der Werkraum der Schule sei dringend renovierungsbedürftig, erklärte Wolfgang Hinz. „Wir brauchen neues Mobiliar, einen neuen Stromkreis und eine bauliche Sanierung.“

Die Grundschule in Matzlow benötigt ebenfalls finanzielle Unterstützung für einen Umbau. In dieser Schule wird sehr erfolgreich integrativer Unterricht angeboten, berichtet Wolfgang Hilpert. Auf Grund steigender Anmeldungen soll die zweite Etage nun auch behindertengerecht umgebaut werden und durch einen Lift erreichbar sein.

Klaus-Jürgen Iredi und Andreas Neumann sicherten für beide Anfragen eine Prüfung zum Erhalt möglicher finanzieller Unterstützung zu.

Eine weitere Baustelle im wahrsten Sinne des Wortes wurde durch Heinz Ullmann aufgezeigt: die Kreisstraße K 19 Abzweig B 321 über Hof Bergrade Richtung Grebbin. Der Bürgermeister erklärte, dass durch den Straßenbaulastträger (Landkreis Parchim) der ordentliche Zustand der Kreisstraße bestätigt worden ist. Jedoch haben sich Spurrinnen und Risse gebildet. Ein weiteres Problem weist die Straßenbreite auf, da die Fahrzeuge dem Gegenverkehr auf den Seitenstreifen ausweichen müssen. Landrat Iredi informierte, dass nach dem Frost die Kreisstraßen des gesamten Landkreises begutachtet werden müssen, erst dann wäre eine Einschätzung möglich. Durch den Landkreis liegen aber verbindliche Aussagen vor, dass in Dargelütz ein erhöhter Schwerlastverkehr, entstehend durch gewerbliche Ansiedelungen, zurzeit nicht stattfinden kann.

Am Ende des Tages waren sich alle Anwesenden einig, dass derartige Gesprächsrunden notwendig für eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden, dem Amt sowie dem Landkreis sind.

Kontakt
Amt Parchimer Umland
Walter-Hase-Straße 42
19370 Parchim
Tel.: 03871 42130
E-Mail: info@amtpu.de

     

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