14. März 2010  
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13.01.2009 Aus dem Amt Banzkow
Pressemitteilung der Kreisverwaltung Parchim


Banzkow blüht schon im Winter auf

Offizieller Start für grünen Europa-Wettbewerb „Entente florale 2010“ am Lewitz-Rand

Das neue Logo weist die Gemeinde Banzkow als Wettbewerbsteilnehmer aus.Ein ereignisreiches Jahr steht der Gemeinde Banzkow bevor. Sie wird nach dem Sieg beim Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft – unser Dorf soll schöner werden“ im Jahre 2007 Deutschland im europäischen Wettbewerb „Entente florale 2010“ vertreten. Jetzt fiel der Startschuss für jene Aktivitäten, die Lebensumfeld und Umweltsituation weiter und vor allem nachhaltig verbessern sollen.

Der traditionelle Banzkower Neujahrsempfang 2010 hatte durchaus etwas Blumiges: Die Tische im Familienzentrum „Störtal“ waren mit kleinen Blütenblättchen geschmückt. Große Blüten aus buntem Papier wurden zu Ideensammlern für Aktivitäten in diesem Jahr. Ganze Blumenkästen mit farbenfrohen Primeln gab es für die Ortsteile der Gemeinde, die unter dem Motto „Vier Dörfer sind sich grün“ immer mehr zusammenwachsen.

Blumengrüße für die Ortsteile: Bürgermeisterin Irina Berg, der Vizepräsident des Gartenbauverbandes Nord, Thomas Heinemann, Generalsekretär Lutz Wetzlar und der stellvertretende Bürgermeister Rainer Mönch symbolisierten beim Auftakt für das Wettbewerbsjahr, das Banzkow schon im Winter aufblüht.

Auch in der Ansprache von Bürgermeisterin Irina Berg ging es um Wachstum. Und zwar unter besonderen Vorzeichen: Die Gemeinde Banzkow vertritt Deutschland im europäischen Wettbewerb „Entente florale 2010“, einer Art grüner Europameisterschaft, die auf eine nachhaltige Entwicklung der Kulturlandschaft, auf die Verbesserung der Lebensqualität, aber auch auf einen von Visionen geprägten Einsatz der hier lebenden Menschen für ihr Lebensumfeld abzielt. Eine durchdachte Begrünung, Umweltschutz, Förderung von Fremdenverkehr und Tourismus sind dabei wichtige Kriterien ebenso wie Umweltbildung und -erziehung sowie bürgerschaftliches Engagement, betonte Dr. Lutz Wetzlar, deutscher Juror und Generalsekretär der AEFP, der Europäischen Vereinigung für Blumen und Landschaft, welche den Wettbewerb organisiert. Mit Interesse verfolgte er beim Neujahrsempfang, welche Vorhaben die Banzkower im Wettbewerbsjahr umsetzen wollen.

Wichtig in jedem Wettbewerb: eine gute Präsentation.Trotz schwieriger finanzieller Vorzeichen für 2010 investiert die Gemeinde Banzkow in die weitere Verbesserung des Lebensumfeldes: Geplant sind u.a. die weitere Sanierung der Sporthalle, eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Banzkower Schule, die Neugestaltung der Straße „An der Lewitzmühle“ und die Verwirklichung des Projektes Neustädter Straße / Lewitzstraße in Goldenstädt. Besonders gefragt ist mit Blick auf den Wettbewerb jedoch das Engagement der Einwohner. Und das wird es geben, ist sich Solveig Leo, die als Arbeitsgruppenleiterin die Wettbewerbsaktivitäten koordiniert, sicher. 15 Einwohner gehören bereits zu diesem Team – Tendenz steigend. „Das Interesse ist wirklich groß“, sagt Leo.
Bereits seit November wird zielstrebig daran gearbeitet, positive Veränderungen zu erzielen. „Es gibt einige kahle Stellen, nicht nur jetzt im Winter. Die sollen natürlich verschwinden. Gespräche mit unseren Landwirten haben ergeben, dass wir uns deren Unterstützung mit technischen Gerät, bei der Grüngestaltung ihrer Betriebsstätten und ebenso bei Anpflanzung von Grünstreifen sicher sein können. Auch unsere Zweckverbände haben sich zur Mitwirkung bekannt.“

Zum Abschluss des Neujahrsempfanges kam ein ganzer Strauß an Ideen zusammen, als Einwohner ihre Vorschläge auf bunte Blüten schrieben. Dafür wurde eine sehr konkrete Form gewählt: Anstelle solcher Hinweise wie „Man könnte...“ oder „Es sollte...“ begannen die Aufzeichnungen mit „Ich mache...“ Mitmachen ist angesagt und signalisiert: bei der notwendigen Übersetzung wichtiger Unterlagen für die Jury in die Wettbewerbssprache Englisch, bei der Betreuung der Wertungsrichter, bei der Übernahme von Patenschaften für schützenswerte Landschaftsteile, bei der Gestaltung von Ortseingängen oder eigenen Flächen...

Es wird, das steht fest, eine Menge passieren am Lewitzrand, bevor im Juli die Jury mit Vertretern aus allen zwölf europäischen Teilnehmerstaaten anreist und vier Stunden lang das „grüne“ Engagement im Lewitzdorf unter die Lupe nimmt. Bis dahin heißt es „Abgucken ist erlaubt“ für viele gute Ideen, die Banzkow weiter aufwerten und vielleicht sogar eine Plakette aus Edelmetall einbringen werden.

     

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