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13.01.2009 Aus dem Amt Banzkow
Pressemitteilung der Kreisverwaltung Parchim
Banzkow blüht schon im Winter auf
Offizieller Start für grünen Europa-Wettbewerb „Entente florale 2010“ am
Lewitz-Rand
Ein
ereignisreiches Jahr steht der Gemeinde Banzkow bevor. Sie wird nach dem Sieg
beim Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft – unser Dorf soll schöner werden“
im Jahre 2007 Deutschland im europäischen Wettbewerb „Entente florale 2010“
vertreten. Jetzt fiel der Startschuss für jene Aktivitäten, die Lebensumfeld und
Umweltsituation weiter und vor allem nachhaltig verbessern sollen.
Der traditionelle Banzkower Neujahrsempfang 2010 hatte durchaus etwas
Blumiges: Die Tische im Familienzentrum „Störtal“ waren mit kleinen
Blütenblättchen geschmückt. Große Blüten aus buntem Papier wurden zu
Ideensammlern für Aktivitäten in diesem Jahr. Ganze Blumenkästen mit
farbenfrohen Primeln gab es für die Ortsteile der Gemeinde, die unter dem Motto
„Vier Dörfer sind sich grün“ immer mehr zusammenwachsen.

Auch in der Ansprache von Bürgermeisterin Irina Berg ging es um Wachstum. Und
zwar unter besonderen Vorzeichen: Die Gemeinde Banzkow vertritt Deutschland im
europäischen Wettbewerb „Entente florale 2010“, einer Art grüner
Europameisterschaft, die auf eine nachhaltige Entwicklung der Kulturlandschaft,
auf die Verbesserung der Lebensqualität, aber auch auf einen von Visionen
geprägten Einsatz der hier lebenden Menschen für ihr Lebensumfeld abzielt. Eine
durchdachte Begrünung, Umweltschutz, Förderung von Fremdenverkehr und Tourismus
sind dabei wichtige Kriterien ebenso wie Umweltbildung und -erziehung sowie
bürgerschaftliches Engagement, betonte Dr. Lutz Wetzlar, deutscher Juror und
Generalsekretär der AEFP, der Europäischen Vereinigung für Blumen und
Landschaft, welche den Wettbewerb organisiert. Mit Interesse verfolgte er beim
Neujahrsempfang, welche Vorhaben die Banzkower im Wettbewerbsjahr umsetzen
wollen.
Trotz
schwieriger finanzieller Vorzeichen für 2010 investiert die Gemeinde Banzkow in
die weitere Verbesserung des Lebensumfeldes: Geplant sind u.a. die weitere
Sanierung der Sporthalle, eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Banzkower
Schule, die Neugestaltung der Straße „An der Lewitzmühle“ und die Verwirklichung
des Projektes Neustädter Straße / Lewitzstraße in Goldenstädt. Besonders gefragt
ist mit Blick auf den Wettbewerb jedoch das Engagement der Einwohner. Und das
wird es geben, ist sich Solveig Leo, die als Arbeitsgruppenleiterin die
Wettbewerbsaktivitäten koordiniert, sicher. 15 Einwohner gehören bereits zu
diesem Team – Tendenz steigend. „Das Interesse ist wirklich groß“, sagt Leo.
Bereits seit November wird zielstrebig daran gearbeitet, positive Veränderungen
zu erzielen. „Es gibt einige kahle Stellen, nicht nur jetzt im Winter. Die
sollen natürlich verschwinden. Gespräche mit unseren Landwirten haben ergeben,
dass wir uns deren Unterstützung mit technischen Gerät, bei der Grüngestaltung
ihrer Betriebsstätten und ebenso bei Anpflanzung von Grünstreifen sicher sein
können. Auch unsere Zweckverbände haben sich zur Mitwirkung bekannt.“
Zum Abschluss des Neujahrsempfanges kam ein ganzer Strauß an Ideen zusammen,
als Einwohner ihre Vorschläge auf bunte Blüten schrieben. Dafür wurde eine sehr
konkrete Form gewählt: Anstelle solcher Hinweise wie „Man könnte...“ oder „Es
sollte...“ begannen die Aufzeichnungen mit „Ich mache...“ Mitmachen ist angesagt
und signalisiert: bei der notwendigen Übersetzung wichtiger Unterlagen für die
Jury in die Wettbewerbssprache Englisch, bei der Betreuung der Wertungsrichter,
bei der Übernahme von Patenschaften für schützenswerte Landschaftsteile, bei der
Gestaltung von Ortseingängen oder eigenen Flächen...
Es wird, das steht fest, eine Menge passieren am Lewitzrand, bevor im Juli
die Jury mit Vertretern aus allen zwölf europäischen Teilnehmerstaaten anreist
und vier Stunden lang das „grüne“ Engagement im Lewitzdorf unter die Lupe nimmt.
Bis dahin heißt es „Abgucken ist erlaubt“ für viele gute Ideen, die Banzkow
weiter aufwerten und vielleicht sogar eine Plakette aus Edelmetall einbringen
werden.
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